Von: BOELL Stiftung Betreff: 16. DeutschRussische Herbstgespräche: Bürger, Blogger, Wähler, 4./5.11.11 www.boell.de xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx EINLADUNG xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Bürger, Blogger, Wähler: Der Einfluss neuer zivilgesellschaftlicher Initiativen auf die Politik 16. DeutschRussische Herbstgespräche Tagung Datum: Freitag, 4. November 2011, 14.30 bis 20.00 Uhr und Samstag, 5. November, 10.00 bis 13.30 Uhr Ort: Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt, 10117 Berlin Eintritt frei, Anmeldung erforderlich u.a. mit Jevgenia Chirikova (ChimkiWaldBewegung, Moskau) Oleg Kaschin („Kommersant“, Moskau) Markus Beckedahl (Blogger netzpolitik.org, Deutschland) Elena Belokurova (Politologin, St. Petersburg) Russland und Deutschland haben in den vergangenen Jahren merkliche Veränderungen in den Mechanismen der öffentlichen Meinungsbildung, der politischen Artikulation und des zivilgesellschaftlichen Engagements erlebt. Ausgelöst durch regionale oder lokale Konflikte und verstärkt durch die neuen Informations, Diskursund Mobilisierungsmöglichkeiten des Internets, traten starke Bürgerbewegungen auf, die direkten Einfluss auf gesellschaftliche Entscheidungsprozesse einfordern und durchsetzen. Oftmals sind sie mit Fragen der Ökologie und Stadtentwicklung verbunden wie beim Bahnhofsumbau „Stuttgart 21“ oder der MautAutobahn durch den ChimkiWald am Rande Moskaus. Sofort stellen sich anhand der konkreten Fälle aber auch die großen Fragen von Demokratie und Regierungsführung. Zugleich entstanden spezifische Formen von politisch relevanter Bürgerselbstorganisation im Internet zu Zwecken wie der Aufdeckung geheimer Informationen oder der Massenmobilisierung von latentem Protestpotenzial. Und es geht um investigative Blogs und Foren wie das AntiKorruptionsportal „Rospil“ des russischen Juristen Aleksej Navalnyj oder die WikiGemeinschaft „Guttenplag“. Im Rahmen der DeutschRussischen Herbstgespräche diskutieren einflussreiche Blogger/innen, Journalist/innen, Wissenschaftler/innen und Vertreter/innen von Nichtregierungsorganisationen aus beiden Ländern die Auswirkungen der neuen Einmischungsformen für die politische Kultur. Eine Veranstaltung des DeutschRussischen Austausch e.V. und der Evangelische Akademie zu Berlin mit Unterstützung der HeinrichBöllStiftung und des Diakonischen Werks der EKD Sprache: Russisch/ Deutsch mit Simultanübersetzung Anmeldung: Bitte melden Sie sich zur Tagung bis zum 1.11.2011 unter http://www.eaberlin.de/anmelden.php?vstg_id=9787 an. Information: Robert Sperfeld, HeinrichBöllStiftung, E sperfeld@boell.de , T 03028534387 Hinweis: Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto/Tonund Filmaufnahmen von TVSendern sowie für öffentliche und nichtöffentliche Zwecke gemacht werden können. ------- Von: BOELL Stiftung Betreff: „Russland. Kein Weg aus dem postkommunistischen Übergang?“, 15.11.11 (Di), 19 Uhr www.boell.de xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx EINLADUNG xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx „Russland. Kein Weg aus dem postkommunistischen Übergang?“ Buchvorstellung und Diskussion Datum: Dienstag, 15. November 2011 19.00 21.00 Uhr Ort: HeinrichBöllStiftung, Schumannstraße 8, BerlinMitte Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich Mit: Lev Gudkov ( Autor, Soziologe, Leiter des „LevadaCenter“, Moskau) Detlev Claussen (Publizist, Professor für Gesellschaftstheorie, Kulturund Wissenschaftssoziologie an der Universität Hannover) Marieluise Beck (MdB, Bündnis 90/ Die Grünen, Berlin) Moderation: Walter Kaufmann (HeinrichBöllStiftung, Berlin) Der jüngst verkündete Ämtertausch zwischen NochPräsident Dmitry Medwedjew und NochMinisterpräsident Wladimir Putin ist ein weiteres Zeugnis der Geschlossenheit des politischen Systems in Russland. Lev Gudkov und Victor Zaslavsky beschreiben in ihrem 2011 auf Deutsch erschienenen Buch Russlands Weg vom Aufbruch am Ende des Kommunismus über die große Krise 1998, den Aufstieg Putins und die Krise von 2008 bis hin zur Präsidentschaft Medwedjews. Durch ihre Analyse wird besser verständlich, warum es so gekommen ist und warum viele Menschen in Russland bis heute Demokratie und Marktwirtschaft reserviert gegenüber stehen. Wird die Rückkehr Putins in den Kreml die von den Autoren konstatierte Entwicklung zu einem autoritären Staat verstärken? Warum bleibt die vielbeschworene Modernisierung auf der Strecke und welche gesellschaftlichen Kräfte wären nötig, um sie voran zu bringen? Kann das mit der weitverbreiteten Korruption hadernde Land weiterhin mit Ölund GasMilliarden, einer starken Macht- Vertikale und ein wenig Großmachtgehabe regiert werden? Eine Kooperation mit WagenbachVerlag Sprache: Russisch/ Deutsch mit Simultanübersetzung Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Information: Robert Sperfeld, Referat Ostund Südosteuropa, HeinrichBöll- Stiftung, Email rg_osteuropa@boell.de , Telefon 03028534387 Hinweis: Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto/Tonund Filmaufnahmen von TVSendern sowie für öffentliche und nichtöffentliche Zwecke gemacht werden können. ------- Von: BOELL Stiftung Betreff: Die Parlamentswahlen in Russland: Wahlbeobachter berichten, 13.12.11 (Di), 19 Uhr www.boell.de xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx EINLADUNG xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Die Parlamentswahlen in Russland: Wahlbeobachter berichten Podiumsdiskussion Datum: Dienstag, 13. Dezember 2011, 19:00 Uhr -21:00 Uhr Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich mit Aleksandr Buzin (Assoziation GOLOS, Moskau) Nikolaj Petrow (Carnegie Zentrum, Moskau / angefragt) Kommentar: Marieluise Beck (MdB Bündnis 90/ Die Grünen, Berlin/ Bremen) Moderation: Walter Kaufmann (Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin) Die Dumawahlen im Dezember 2007 hat die OSZE als “weder fair noch frei” bewertet. Seither sind die Dinge nicht besser geworden. Auch die Wahlen 2011 verdienen diesen Namen kaum. Zwar gab es in der Zwischenzeit ein paar kosmetische Verbesserungen in der russischen Wahl-und Parteiengesetzgebung. Die Parteienregistrierung, die Zulassung zur Wahl, das Fernsehen als wichtigstes Massenmedium, die Wahlen selbst und die Auszählung der Stimmen werden aber weiterhin fast vollständig durch die Exekutive kontrolliert. Wenn die Wahlen aber so umfassend durch die Machthabenden manipuliert und kontrolliert werden, der Ausgang also schon vorab feststeht, warum dann noch der Aufwand? Warum gehen immer noch zwischen der Hälfte und zwei Drittel aller Wahlberechtigten abstimmen -und stimmen für eine der von oben vorgegebenen Parteien? Was drücken sie damit aus? Warum geht die andere Hälfte oder das restliche Drittel nicht zur Wahl oder macht die Wahlzettel ungültig? Und zu guter Letzt: Was bedeutet die vorhersehbare Mehrheit von „Einiges Russland“ für die erneute Präsidentschaft Wladimir Putins? In den vergangenen Monaten hat die Heinrich-Böll-Stiftung gemeinsam mit der russischen Nichtregierungsorganisation GOLOS, dem Europäischen Austausch und den Russland-Analysen 1 Hintergrundberichte und Analysen über den Wahlprozess veröffentlicht. Nun wollen wir gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern eine erste Bilanz ziehen. Eine Kooperation mit Europäischer Austausch. Sprache: Teilweise in russischer Sprache mit Simultanübersetzung. Russland-Dossier: Aktuelle Hintergrundberichte und Analysen zu den Wahlen in Russland finden Sie auf: http://on.boell.de/wahlenrussland Russland-Blog: Jens Siegert, Leiter des Moskauer Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, kommentiert die aktuellen Entwicklungen in Russland auf: http://blog.boell-net.de/blogs/russland-blog/ Information: Robert Sperfeld, Heinrich-Böll-Stiftung, Referat Ost-und Südosteuropa, E rg_osteuropa@boell.de , T 030-28534-387 Hinweis: Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Tonund Filmaufnahmen von TV-Sendern sowie für öffentliche und nichtöffentliche Zwecke gemacht werden können.