Betreff: Lebensstrategien nordkaukasischer Frauen heute, 25.05.11 (Mi), 18.00 Uhr www.boell.de xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx EINLADUNG xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx „Lebensstrategien nordkaukasischer Frauen heute“ (Podiumsdiskussion), anschließend: Feier zum 15. Jahrestag der DeutschKaukasischen Gesellschaft Datum: Mittwoch, 25. Mai 2011, 18.00 – 21.30 Uhr Ort: Beletage der HeinrichBöllStiftung, Schumannstraße 8, BerlinMitte Eintritt frei Podiumsdiskussion „Lebensstrategien nordkaukasischer Frauen heute“ mit: Lipchan Basaeva (Zentrum „Frauenwürde“, Grosny) Inna Ajrapetjan (psychosoziale Beratungsstelle für Familien „SINTEM“, Grosny) Maynat Kurbanova (Journalistin und Schriftstellerin, Wien) Moderation: Marina Grasse („OWEN“, Berlin) Im Anschluss: Feier zum 15. Jahrestag der DeutschKaukasischen Gesellschaft mit: Ekkehard Maaß (“DeutschKaukasische Gesellschaft“, Berlin) Markus Meckel (ehemaliger Außenminister und MdB, Berlin) mit Musik von „Weinstock & Nachtigall" Die europäischen Medien haben die Lage im russischen Nordkaukasus weitgehend aus dem Blick verloren. Nur einzelne Horrormeldungen über Terroranschläge, Morde an Journalisten und Menschenrechtlern sowie Frauenmorde schaffen den Weg in die Schlagzeilen. Doch die Situation in den Teilrepubliken Tschetschenien, Dagestan und Inguschetien ist bis heute alles andere als stabil. Die russische Menschenrechtsorganisation „Memorial“ berichtet von täglichen Gewalttaten der Kadyrovmilizen, aber auch der islamistischen Kämpfer. Die Folgen der traumatischen Erlebnisse des äußerst brutal geführten Krieges sind in jeder Familie zu spüren. Insbesondere die Frauen werden häufig Opfer von Gewalt und einer fortschreitenden Radikalisierung des Islam. Bis in die 90er Jahre koexistierten in den nordkaukasischen Gesellschaften ein gemäßigter Islam, der traditionelle Verhaltenskodex des „Adat“ sowie sowjetische Einflüsse. Heute hingegen dominiert eine Art „MachoIslamismus“: Der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrov führte eine an die Scharia angelehnte Kleiderordnung ein, im Fernsehen werden mit versteckten Kameras Frauen an den Pranger gestellt, die dagegen verstoßen. Nach PaintballAttentaten auf Frauen im öffentlichen Raum und einer Serie von Frauenmorden erklärte Kadyrov, daß diese Frauen selbst durch „unangemessene Kleidung und Verhalten“ Anlass zu diesen Taten gegeben hätten. Er forderte die tschetschenischen Männer auf, ihre weiblichen Verwandten zu kontrollieren. Die tschetschenische Menschenrechtlerin Natalia Estemirova, die sich u.a. vehement für Frauenrechte einsetzte, wurde am 15. Juli 2009 ermordet. 1 Wie gehen die Frauen im Nordkaukasus mit diesen neuen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen um? Wie wirken sich die Gewalterfahrungen der nordkaukasischen Gesellschaften auf das Familienleben aus? Wie sehen die Frauen selbst ihre Rolle in der Gesellschaft zwischen religiösen, traditionellen und europäischen Werten? Im Anschluss an die Podiumsdiskussion findet eine Feier anlässlich des 15. Jahrestages der DeutschKaukasischen Gesellschaft mit Musik, Festreden und Empfang statt. Die HeinrichBöllStiftung verbindet eine langjährige Partnerschaft mit der DeutschKaukasischen Gesellschaft. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Russisch mit Simultanübersetzung statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Informationen: Kerstin Nickig, Referat Osteuropa, Tel. 03028534384, RG_Osteuropa @boell.de Hinweis: Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto/Tonund Filmaufnahmen von TVSendern sowie für öffentliche und nichtöffentliche Zwecke gemacht werden können. ~~~~~~~~~~~~~ abbestellen ~~~~~~~~~~~~~~ Um die Zusendung von InformationsMails zu beenden, waehlen Sie bitte die automatische Funktion "Antwort an Sender" Ihres MailProgrammes und tragen in der Betreffzeile "abbestellen" ein. Wenn Sie mit einer anderen EmailAdresse antworten, dann geben Sie bitte die urspruengliche Adresse an. 2